Rhabarber – die Diva unter den Gemüsesorten!   

Jetzt auch in Kärnten!
Ende März 2016 haben wir den beliebten Rhabarber Holsteiner Blut in St. Paul im Lavanttal angebaut, welcher milder im Geschmack ist und eine sehr attraktive rote Farbe aufweist.

Holsteiner Blut ist eine alte deutsche Sorte mit durchgefärbten Stängeln. Er eignet sich für alle Verwendungsarten – die roten Stängel haben nicht so viel Säure, wie grüne Sorten, sind milder im Geschmack und deshalb sehr beliebt.

Obst oder Gemüse? Rhabarber schmeckt fruchtig-sauer und wird wie Obst zubereitet. Dennoch gehört er botanisch zu den Knöterichgewächsen und ist eigentlich ein Gemüse.

Rhabarber ist sehr vielseitig. Er wird mit Vorliebe zu Süßspeisen wie Kuchen, Kompott und Marmelade verarbeitet und schmeckt nicht nur hervorragend und interessant, sondern weist auch sehr viele gesundheitliche Wirkungen auf. Bereits vor mehr als 4000 Jahren wurde Rhabarber in China gegen die Pest eingesetzt und wird heute noch als Mittel gegen Alzheimer verwendet.

Alkoholische Extrakte der Wurzeln können bei Zahnfleischentzündungen und Entzündungen der Mundschleimhaut angewendet werden. In niedriger Dosierung wird Rhabarberwurzel auch als antimikrobielles und zusammenziehendes (adstringierendes) Blutstillungsmittel eingesetzt.

Beschreiben kann man den Rhabarber so: Er hat lange, schlanke, blassgrüne oder rote Stiele, an deren oberen Ende sich große, gezackte grüne Blätter befinden. Er ist als Gemüse und nicht als Obst klassifiziert. Nur in den USA wird er seit 1947 als Obst betrachtet.

Seinen Anfang hatte er im 16. Jahrhundert in Sibirien und im Himalaya. Im 18. Jahrhundert gelangte er von dort nach Nordamerika und Europa, über Frankreich und die Niederlande kam er nach England. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts wurde er auch bei uns angebaut.

Rhabarbersaison
Da die Ernte nur von zirka Mitte April bis Mitte Juni dauert, sollten wir die feinen, sauren Stängel genießen. Es gibt grüne und rote Sorten. Die roten Stangen haben ein süßeres Aroma als die Grünen.

Nach dem 21. Juni wird die Ernte eingestellt, um einerseits der Pflanze genügend Zeit zur Erholung zu geben und andererseits ist dann auch der Oxalsäuregehalt erhöht, was empfindliche Personen beeinträchtigen kann. Rhabarbern sollten daher auch nur zurückhaltend roh gegessen werden. Vorzüglich eignet sich Rhabarber als Kompott anstelle von Apfelmus zu vielen Gerichten oder einfach so zum Dessert.

Rhabarber einfrieren? Kein Problem! Er hält sich so bis zu einem Jahr!
Rhabarber lässt sich bestens aufbewahren. Wickeln Sie ihn in ein feuchtes Küchentuch, dann hält er sich ohne Probleme bis zu einer Woche im Kühlschrank. Möchten Sie das Gemüse nach der Rhabarber-Saison verwenden, sollten Sie ihn einfrieren. Eingefrorener Rhabarber lässt sich ganz leicht auch portionsweise entnehmen, wenn er vor dem Einfüllen in die Kühlbehältnisse für circa zwei Stunden auf einem Blech schockgefroren wurde. Die Rhabarberstücke müssen dafür getrennt voneinander liegen. Vorgefroren kommen sie schließlich in die Gefrierbeutel und wieder zurück in das Gefrierfach. Eingefroren hält er sich hier bis zu einem Jahr. Die Weiterverarbeitung der Rhabarberstücke erfolgt gefroren.

Gesundheitlicher Wert 

Rhabarber hat sehr wenig Kalorien ist jedoch reich an:

  • Kalium (wichtig für Nerven und Muskulatur)
  • Eisen (wichtig für Muskeln, Haut, Haar, Nägel, Schleimhäute)
  • Phosphor (wichtig für Knochen, Zähne)
  • Vitamin C (wichtig für Immunsystem und Hormone)
  • Ballaststoffen (wichtig für Verdauung)

Wer Rhabarber schlecht verträgt, kann ihn zusammen mit Milch und Milchprodukten essen.
Gesundheitliche Vorteile von Rhabarber
Die Fasern des Rhabarbers sind sein gesundes Markenzeichen. In der chinesischen Medizin wurden sie zur Beruhigung von Magenbeschwerden und gegen Verstopfung angewendet. Rhabarber kann auch bei Fieber und Schwellungen zur Linderung genommen werden, wenn man einen Umschlag damit macht.

Jede Portion Rhabarber bietet 45% des Tagesbedarfs an Vitamin K, das ein gesundes Knochenwachstum unterstützt. Es kann neuronale Schäden im Gehirn sogar bis zu dem Punkt der Alzheimer-Prävention begrenzen. Es enthält Vitamin C zum Kampf gegen Infektionen. Zusammen mit dem Vitamin A ist es ein weiteres, starkes, natürliches Antioxidans für eine gute Haut und Schleimhäute, gutes Sehvermögen und bietet Schutz gegen Krebserkrankungen der Lunge und dem Mund (dabei bieten die roten Stiele mehr als die grünen). Rhabarber verfügt über gesunde Zusätzen von Folsäure, Riboflavin, Niacin, B-Vitamine und Pantothensäure. Er ist auch einen gute Mineralquelle, dazu gehören 32% der Tagesbedarfs an Mangan pro Portion, sowie Eisen, Kalium und Phosphor. Während viele glauben, Milch ist die beste Kalziumquelle; einer Tasse gekochten Rhabarber enthält genauso viel Kalzium und es ist eigentlich viel besser für Sie. In der Tat ist Rhabarber auf der kurzen Liste mit Lachs und Spinat für die höchsten Mengen an Calcium bekannt..

Rhabarber ist wohl eine der köstlichen Freuden des Sommers und im Herbst und eine der am meisten erwarteten Vorboten des Frühlings. Einfach einzufrieren, können Sie ihn auch im Winter genießen. Seine schlanken roten und grünen Stiele enthalten eine Reihe von Nährstoffen, die ihn zu einem sehr gesunden Gemüse machen.

In der Tat können wir der alten chinesischen Volksmedizin für die Grundarbeit mit Rhabarber in Bezug auf Kuren und Heilmittel danken, die die heutigen Wissenschaftler untermauert und erweitert haben: zur Verdauung mit erleichternden Ballaststoffen, Vitamin K für gesundes Knochenwachstum und Neuronenfunktion im Gehirn , natürliche Antioxidantien durch Vitamin C und A, sowie Anti-Infektions-Eigenschaften, für gesunde Haut, Schleimhäute, Sehvermögen und potenziellen Krebsschutz.
Andere Vitamine, Mineralien und sekundäre Pflanzenstoffe in Rhabarber, einschließlich der Mengen von Kalzium, bieten eine wesentliche Unterstützung und einen optimalen Nutzen für die Gesundheit des ganzen Körpers, so dass dieses Gemüse viel mehr als nur ein grandioses Dessert ist.